History
Kurzer Überblick zur Geschichte der CP301
(Auszüge aus dem Buch von Patrick Ehrhardt und Jean Molveau, Claude Piel Histoire de pierres precieuses, Ed. Le Trait D’Union )
Claude Piel (1916 – 1982) repräsentiert, wie viel ein Flugzeug-Hobbybauer zu der Entwicklung der Fliegerei beitragen kann. Die Liste der Produktionen mit seiner Handschrift ist beeindruckend, speziell die berühmte CP30 Emeraude. Die Liste erstreckt sich von der CP10 "Pinocchio", seiner ersten Kreation, die in 1943 begann und in der er 1949 einen Unfall hatte, über die Ableitung der CP100, bis hin zur beliebtesten CAP10, der CP20, CP40 und CP60.
Logischerweise fing die Linie mit einem Eindecker und Einsitzer, der CP20 Pinocchio, an.
Sich der Mode der „Piper-Cub“ Typen der 50er Jahre angleichend, ging es mit der CP40 Hochdecker weiter. Diese jedoch, unter-motorisiert, war unzufriedenstellend und die Produktion wurde rapide eingestellt.
Die Einführung der CP30 in 1954, ursprünglich gebaut als Weiterentwicklung des vorherigen Flugzeuges, erwies sich als das beste Trainings-Flugzeug. Mit dem Erfolg der CP20 während des Treffens von Montargis im Kopf, kam Claude Piel der Gedanke an den Bau eines Doppelsitzers in 1951. Mit dem Erreichen der Rekorde der CP20 war die Konversion zur CP30 einfach. Weitere Modifikationen kamen mit dem Erweitern des Rumpfes, der Erhöhung der Nutzlast und der Verstärkung der Struktur, um der Krafterhöhung standzuhalten. Im Jahre 1956 und unter Nutzung dieser Vorteile, plante Piel ein weiterentwickeltes motorisiertes Flugzeug: die CP301 war geboren.
Der Flugzeugbau war nicht Piels Priorität, daher flog der erste Prototype der CP30 erst 4 Jahre später, und wurde für diesen Flug F-W umbenannt. Dieser Flug fand am 19. Juni 1954, mit Robert Denize als Pilot, statt. Nach diesem Flug flog das Flugzeug noch bei einigen Treffen: Toussus le Noble (20/06/1954), Thouars (29/08/1954). Um den Erfolg des Zweisitzermodells auch zu nutzen, wurde eine Firma gegründet, die D.P.A. (Denize-Piel-Aviation). Die Firma wurde aber Ende des Jahres 1954 geschlossen. Zur Information, der ungefähre Preis des kompletten Flugzeuges betrug 2.000.000 FRS (alte Francs)
Zwei Ereignisse trugen in 1955 zur Weihe des C. Piel mit der CP30 Emeraude bei:
die Flugtüchtigkeitsbestätigung und die Empfehlung der National Aeronautical Federation als bestes Zweisitzer Trainingsflugzeug. Die Mängel, aufgrund unzureichender finanzieller Möglichkeiten, welche während der CEV Tests festgestellt wurden, wurden im September 1956 behoben und führten zu einer neuen Version: die CP301-01. Mit den gleichen generellen Dimensionen, war diese neue Version charakterisiert durch einen neuen Motor, erhöhtes Leergewicht und maximalem Abfluggewicht (MTOW). Das Flugtüchtigkeitszertifikat vom 12. September 1955 markiert: die Umwandlung von einer Produktion mit geringem Umfang zu erweitertem Umfang der CP301 unter dem Namen CP301-A.
Ende Juli 1957 kam das erste Flugzeug dieses Typ's, die F-BIJA, im Aeroclub Enghien-Moiselles an. Mit einer Produktionsrate von 7 Flugzeugen pro Monat, wurden im Juni 1959 96 Flugzeuge von der Firma Menavia gebaut. Die Firma Rousseau in Dinard baute dann die CP301 mit kleinen Modifikationen, allerdings mit Piels Einverständnis: Positionierung des Flügels, Befestigung der Verstrebung, Verstärkung des Bodens und Verschmälern des Rumpfes. Eine neue Version war geboren: die CP301-B.
Die ersten Flugzeuge dieses Typ's wurden im Westen Frankreichs ausgeliefert; die F-BHOP n°100, an den Fliegerverein von Granville im Juli 1957, die F-BIGI an den Fliegerclub von Avranches im September 1957. Im Jahre 1960 kostete dieses Flugzeug 29.500F.
Mit Piels Einverständnis fanden einige Baumodifizierungen statt, wie z. B. die RD02, F-BIRY CP301-A n°94, gebaut von der Firma ARAL und das Renard Modell, mit Basis in Angers, die F-BIAY CP301-A n° 120. Andere Flugzeugbauer versuchten sich erfolglos, so wie M. Rouchaud oder die Firma ARCAS. Mit einem kurzen Übergang zur Firma Scannor, baute C. Piel 3 Flugzeuge, von denen lediglich 2 flogen. Während dieser Zeit wurde über eine neue Version CP100 „Mascaret“ nachgedacht, aber nicht vervollständigt. C. Piel unternahm neue Untersuchungen zur Entwicklung der CP60 „Diamant“.
Die Kollaboration zwischen Piel und der SCINTEX-Aviation Company führte zum Erzielen einer neuen Version, der CP301-C. Sie modifizierten einige Dinge, nach gründlichen Untersuchungen in einem Windtunnel, durchgeführt von einem Wissenschaftler in Aerodynamik, Max de Lagrevol. Der Test-Prototyp war die CP301-A,n° 261,F-BJMV.
Auf Anfrage der französischen Behörden wurden Tests in Bezug auf die Zerstörung der Struktur durchgeführt. Diese brachten relevante Modifikationen für die Struktur mit sich, welche lediglich Kunstflug im positiven Bereich erlaubten, der Motor war nicht für den Rückenflug ausgestattet. Eine neue Version war geboren: die „Super-Emeraude“, mit dem Modell der CP310, umbenannt in das Modell CP1310. Dieser neue Typ begann mit der F-BJVJ n°900 und endete mit der F-BMJN n° 942. Einige Versionen dieses Typ's wurden mit unterschiedlichen Motoren-Optionen kreiiert, wie z. B. die CP1310 mit Potez-Motor, die CP1315 C3 mit Continental-Motor.
Zwanglose Treffen (Robert Buisson, Testmanager bei der Scintex Firma, Nenad Hrisafovic, Manager der Planungsabteilung bei der Firma CAARP), industrielle Verlinkung (Scintex-Aviation/CAARP), nach einem Nachfolger für die alte Stampe suchend, mit unvollständigen Tests (CP325 n° 359 F-PKVZ oder die Scintex ML 250 „Rubis“, F-BJMG) brachten ein neues Projekt: die CP100 entsprechend vorherigen Plänen, in welchen einige Teile bereits 1960 in Toulouse getestet wurden. Nach einigen Tests, unglücklicherweise auch mit einem fatalen Unfall, wurde die CAP10 durch die CP100 ersetzt. Der Name wurde von Piel gewünscht, um die Lizenz global zu verkaufen und die Erinnerung an den Unfall schwinden zu lassen. Die CAP10 wurde als Trainings-Flugzeug für Aerobatiks erachtet. Aber er wollte ein reales Flugzeug für den Aerobatik Wettkampf, also wurde der Nachfolger, die CP200 gebaut und daraus entstand die CAP 20.
Die Geschichte würde ohne die Liste der verschiedenen Typen der CP nicht komplett sein:
- the CP60 "Diamant" (
Zeichnung), basierend auf CP30, 3 Sitze
- the CP40 "Donald" (
Zeichnung)
- the CP80 (
Zeichnung) für Racer
- the CP90 "Pinocchio II" (
Zeichnung)
- the CP605 "Super-Diamant" (
Zeichnung), 4 Sitzer, 150PS Maschine
- the CP750 "Béryl" (
Zeichnung), Aerobatic für "Jedermann"
- the CP1320 "Saphir" (
Zeichnung), Nachfolger der CP30, modernisiert
- the CP50 "Brasilia"
- the CP150 "Onyx", ULM formula
- the CP500: Kombination aus Mignet model ("Poux du Ciel") und Push-Pull Twin Engine.